Welcher Staubsauger ist der richtige für meinen Haushalt?

HEPA-Filter in Staubsaugern sinnvoll?

Bosch HEPA-Filter
© Bosch

Was ist das Besondere an HEPA-Filtern in Staubsaugern?

HEPA Filter werden in vielen gängigen Staubsaugern verbaut und versprechen uns bessere Luft und Reinigungsergebnisse. Aber ist dies wirklich so? Unsere Antwort: Ja! Die auch als Schwebstofffilter bekannte Filter-Art HEPA (High Efficiency Partikulare Arrestance-filter) filtert feinste Stäube, Pollen, Viren, Bakterien, Milbeneier, Asbest und viele weitere schädliche Partikel aus der Raumluft. Bevor diese Filterart im heimischen Wohnzimmer seinen Einzug feierte, wurde sie vor allem im medizinischen Sektor eingesetzt.

HEPA Filter in Staubsaugern halten kleinste Partikeln zurück.

Es gibt für diverse Einsatzbereiche eine Vielzahl an Filterklassen. In Europa werden für die Einstufung der Filter-Effizienzen die Partikelfilterklassen von 1 bis 17 unterschieden. Nach der europäischen Norm werden die Filterklassen wie folgt unterteilt: E10, E11, E12 (EPA), H13 und H14 (HEPA), U15, U16, U17 (ULPA). Unterschieden und eingeteilt werden diese Filter anhand Ihrer Effektivität - dem sogenannten Abscheidegrad. Pauschal kann man sagen, dass je höher der Abscheidegrad ist, desto besser und mehr die Schadstoffe herausgefiltert / ausgeschieden werden.

Filterklassen für EPA und HEPA-Filter Abscheidegrad in Prozent
E10 > 85%
E11 > 95%
E12 > 99,5%
H13 > 99,95%
H14 > 99,995%

 

Auf die ULPA-Filter U15 - U17 werden wir an dieser Stelle nicht näher eingehen, da diese für Staubsauger nicht weiter relevant sind bzw. in handelsüblichen Geräten keine Anwendung finden.

Wie funktioniert ein HEPA-Filter?

Häufig werden die Filtermatten in Metall- oder Sperrholzrahmen montiert. Dies vereinfacht den Wechsel der Filter. Das Filtermaterial besteht aus Glasfasermatten mit einem Faserdurchmesser von 1 bis 10 µm. Um die Filterfläche zu vergrößern, sind diese zackenförmig in den Rahmen eingebaut.

Die Wirkungsweise der Filter gliedert sich folgendermaßen

Als erstes kommt die Siebwirkung. Die eingesaugten Schmutzpartikel bleiben aufgrund Ihrer Größe zwischen den Fasern des HEPA-Filters kleben. Als nächstes kommt der sogenannte Trägheitseffekt. Das heißt, das die gröberen Partikel  im Staubsauger nicht dem Luftstrom um die Fasern folgen, sondern wegen ihrer Trägheit gegen die Filterfasern prallen und daran hängen bleiben. Die kleineren Partikel die nicht dem Trägheitseffekt unterliegen, folgen dem Luftstrom um die Fasern herum und bleiben an diesen kleben, sobald sie diesen zu nahe kommen. Dies nennt sich Sperreffekt. Die kleinsten Partikel wiederum stoßen mit Luftmolekülen zusammen, prallen ab und kommen so gegen die Filterfasern. Sie bleiben kleben. Dieser Effekt nennt sich Diffusionseffekt.

Fazit: HEPA-Filter sind hervorragend für Allergiker geeignet. Generell sollten Sie als Allergiker beim Kauf von Bodenstaubsaugern und Saugrobotern darauf achten, dass diese EPA/HEPA-Filter besitzen. Effektiver kann man sein Zuhause nicht sauber halten.

Ähnliche Beiträge zu „HEPA-Filter in Staubsaugern sinnvoll?“

Zur Bestseller-Liste »
bei amazon.de
Cookies erleichtern die Bedienung unserer Website. Mit der Nutzung erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK